Reisen & Genießen

Die Sonnen-Insel Texel lockt

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Freizeit Revue-Redakteurin Julia hat sich in den rauen Charme der holländischen Schönheit verliebt und stellt die Insel vor.

Endlose Strände, Dünen voller Schäfchen und verträumte Städtchen – das ist Texel. Die holländische Insel liegt in der Nordsee. Sie gilt als größtes und am westlichsten gelegenes Eiland der Westfriesischen Inseln. Man erreicht sie ab Den Helder mit der Fähre. Etwa 20 Minuten dauert die Überfahrt. Der Preis der Überfahrt richtet sich danach, ob man als Fußgänger, mit dem Auto oder mit dem Wohnmobil die Reise antritt. Die Fähre legt im Stundentakt ab. Es gibt zur Ferienzeit aber auch zusätzliche Zeiten. Am besten vor Reiseantritt auf www.teso.nl informieren. Wer mag, kann auch hier online sein Fährticket buchen.

Warum die Tourismus-Info dein bester Freund war

Ist man dann auf der Insel angekommen, beeindruckt die Weite. Ich konnte mich an dem vielen Wiesen mit Schafen & Co. nicht satt sehen. Die Hauptstadt der Insel heißt Den Burg. Hier befindet sich auch die Tourismus-Info, die ich wärmsten empfehlen kann. Die Mitarbeiter helfen gerne auf Deutsch weiter. Fragen Sie auch nach den Veranstaltungen während ihres Aufenthalts. Ich hatte das Vergnügen, am Abend über eine Kirmes schlendern zu können. Ein kleiner Bummel durch Den Burg ist ebenfalls eine gute Idee. Die Einkaufs-Meile besteht aus kleinen, verträumten Gässchen mit individuellen Geschäften. Besonders haben es mir die holländischen Mode- und Deko-Geschäfte angetan. Wenn sich Hunger meldet: machen Sie Halt an einer Bäckerei. Die süßen Teilchen sind ein Traum und auch für herzhafte Genießer gibt es leckere Kreationen mit Käse.

Oh, du schönes Strandleben

Sonne tanken am Strand – wie herrlich (Foto: Julia Schiem)

In der Nähe von Den Burg befindet sich das wunderschöne Örtchen De Koog, mein Ferienparadies direkt am Meer. Stellt sich nur die Frage: Paal 17, 14 oder 19? „Paal“ steht stellvertretend für die Strandabschnitte. Super schön, da direkt am Meer auch immer süße Lokale zu finden sind. Und da kann man mit Blick auf den Strand regionale Köstlichkeiten verzehren, z.B. „pannenkoek“ (Pfannkuchen) oder ein Texeler-Bier („Skuumkoppe“). An einigen Stränden besteht die Möglichkeit, tageweise oder für ein Woche ein kleines Strandhäuschen zu mieten. Ideal, wenn es spontan mal regnet und man sich unterstellen möchte. In der kleinen Hütte stehen zwei Liegestühle sowie ein Sonnenschirm bereit. Sehr gemütlich und wer mit Kind und Kegel unterwegs ist, schätzt das umso mehr.

Ab aufs Fahrrad

Doch Texel hat neben einem langen und wunderschönen Strand noch so viel mehr zu bieten. Durch die malerische Dünen-Landschaft sollte man definitiv einen ausgedehnten Spaziergang machen. Oder aufs Fahrrad schwingen. Denn auf Texel sind mehr Menschen mit dem Fahrrad unterwegs als mit dem Auto. Bietet sich auch an, denn die Radwege sind schön angelegt und gut befahrbar. Auf dem Fahrrad kann man meiner Meinung nach auch am besten die Landschaft auf sich wirken lassen.

Mit dem Rad zum Strand? Auf jeden Fall! (Foto: Julia Schiem)

Der Leuchtturm Eierland (Foto: Julia Schiem)

Mein Tipp für eine tolle Radtour (etwa 30 km): von De Koog zum roten Leuchtturm Eierland. Auf dem Weg dorthin kommt man an den Dünen von De Slufter vorbei. Unbedingt anhalten und in Den Slufters umherwandeln. Die Dünen sind hier einfach beeindruckend. Mich erinnerte der Blick vom Aussichtspunkt an ein Gemälde. Bei dem Spaziergang durch die „Slufters“ sollte man mit wachen Augen umher gehen, die Pflanzen genauer anschauen.

De Slufter – Natur so weit das Auge reicht (Foto: Julia Schiem)

Wer hier eine kleine Stärkung braucht, geht ins nahegelegene Restaurant und gönnt sich einen Pfannkuchen, z.B. mit Äpfeln oder Käse und Schinken. Urteil: sehr lecker! Nach weiteren etwa 10 Kilometern ist man dann am Eierland Leuchtturm angekommen, der knallrot aus der grünen Landschaft heraussticht. Was für ein Anblick! Hinauf geht’s rund 200 Stufen, Kostenpunkt: etwa
4,50 €. Wer keine Räder mitgebracht hat, Leihräder werden überall angeboten. Die Preise bewegen sich bei etwa 10 € pro Tag. E-Bikes sind teurer.

Neben tollen Radtouren gibt es auch schöne Museen

Das Seeräubermuseum Kaap Skil (Foto: Julia Schiem)

Das Seeräuber-Museum „Kap Skill“ ist nicht nur was für kleine Matrosen. Mit viel Liebe zum Detail werden hier alle Dinge ausgestellt, die auf der Insel Texel angespült wurden. Neben Alkohol oder Zigaretten schafften es auch Figuren der deutschen Nationalelf auf die Insel. Nur das Meer weiß warum. Das Besuch lohnt sich auch, um ein bisschen den historischen Fakten der Insel auf den Zahn zu fühlen. Man erfährt hier viel zu all den Seeunglücken und den gekenterten Schiffen rund um Texel.

Das Ecomare gefällt Groß und Klein (Foto: Julia Schiem)

Wunderschöne Tierwelt

Wer sich für Tiere interessiert ist im „Ecomare“ richtig. In einem interaktiven Raum sowie in vielen Aquarien sieht man allerhand Fische und Meeresgetier. Ich war allerdings sehr begeistert von den Außenbecken. Hier schlummerten Seelöwen oder Otter unterhielten mit ihren lauten Rufen alle Besucher. Zudem kümmert sich die Einrichtung um kranke oder frischgeborene Tier-Kinder. Sie findet man in einem separaten Außenbereich. Wer das „Ecomare“ besucht, sollte am Eingang auf die Fütterungszeiten achten. Einmal pro Woche gibt es je nach Saison auch ein Schafsschären auf der Insel. Das ist vor allem bei Kindern sehr beliebt. Nähere Infos erfahren Sie in den regionalen Blättern oder in der Tourismus-Info.

Regionale Leckereien

Kulinarisch sollte man auch mal das legendäre Soft-Eis probieren. Die Variante mit Vanille-Geschmack wird nämlich zusätzlich mit flüssiger Schokolade veredelt. Urteil: himmlisch. In Sachen Fisch gibt es hier natürlich alles, was das Herz begehrt und als Beilage meist Pommes. Versuchen Sie „Kibbeling“. Das sind kleine Fisch-Sticks mit Remoulade und Pommes, z.B. im „Viscentrum Van Beek“ in der Innenstadt von De Koog. Wer sich selbst versorgen möchte, findet auch deutsche Supermarkte.

Hotel oder Ferienwohnung?

Neben schönen Hotels (z.B. Uilenbos) gibt es Ferienwohnungen, die typisch nordisch anmuten mit Reetdächern. Kann man z.B. über Kobeko buchen. Wer nächstes Jahr auf Texel möchte, sollte jetzt schon buchen. Denn viele Häuser werden von Jahr zu Jahr gleich wieder weiter vermietet. Denn wer sich einmal in Texel verliebt hat, wird immer wieder kommen.

Die Landschaft, die frische Brise, die weiten Sandstrände – das alles spricht für sich.