Reisen & Genießen

Traumurlaub in Italien

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

 

 

Sardinien galt lange Zeit als Geheimtipp unter Urlaubern. Seit einigen Jahren schon ist die Insel aus dem Schatten anderer Mittelmeerreiseziele getreten und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Und dies nicht zu Unrecht: Auch abseits der weitläufig bekannten „Costa Smeralda“ im Norden begeistert Sardinien seine Besucher mit fantastischen Stränden und jeder Menge Sehenswürdigkeiten. Der Münchner Thomas Waldschmidt ist ein Inselkenner. Er besucht Sardinien seit über zwanzig Jahren und hat seine Trauminsel auch zu seinem Arbeitsmittelpunkt gemacht. In Südsardinien vermittelt er mit seiner Ferienhausagentur Tisenti über fünfzig unterschiedliche, authentische Ferienhäuser mit Hotelservice. Als Sardinienexperte hat Thomas Waldschmidt hier seine zehn Insel-Tipps für Sie zusammengestellt:

 

1) Alghero – Küstenstadt mit katalanischen Wurzeln

Foto: www.sardinienhaus.com

Sardiniens Geschichte wurde durch Fremdherrschaften bestimmt. 1356 wurde Alghero durch die Spanier erobert, viele Katalonier siedelten sich in dem Städtchen im Nordwesten Sardiniens an und noch heute unterhalten sich die Einwohner Algheros auf Katalan. Die Stadt gilt als die schönste Sardiniens. Auf einer kleinen Landzunge gelegen und auf drei Seiten von Wasser umgeben, spürt der Besucher beim Bummel durch die Altstadt das ganz besondere Flair dieser historischen Küstenstadt. Tipp: Alghero bietet nicht nur jede Menge Kultur – der lange Stadtstrand lässt auch Badefreunde auf ihre Kosten kommen.

 

2) Höhlenabenteuer in der Grotta di Nettuno

Ganz in der Nähe von Alghero ragt ein Kalkstein 170 Meter aus dem Meer – das Capo Caccia. Unter ihm befindet sich eine der spektakulärsten Meeresgrotten der Insel, die Grotta di Nettuno. Beeindruckende Tropfsteinformationen finden sich in dem gut 100 Millionen Jahre alten Kalksteinmassiv. Der gut 2,5 Kilometer lange Spaziergang über das Kap und durch die Grotte ist ein absolut sehenswertes Naturspektakel (Eintritt: 13 Euro für Erwachsene und 7 Euro für Kinder bis 12 Jahre. Von Mai bis Oktober täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet.).

 

3) Piscinas – Dünenspektakel vor tiefblauem Meer

Foto: www.sardinienhaus.com

Der Südwesten Sardiniens ist für deutschsprachige Reisende – im Gegensatz zu den bekannteren Badeorten entlang der Ostküste – immer noch touristisches Neuland. Doch auch hier gibt es einiges zu erleben. Früher war der Strand von Piscinas Endstation für die in den nahegelegenen Bergwerken geförderten Bodenschätze. Wer sich heute mit dem Auto den goldgelb schimmernden Dünen und dem majestätischen Strand nähert, wird in der sonst eher kargen Landschaft noch einige architektonische Zeitzeugen des Bergbaus entdecken.

 

4) Wandern durch die Hochebenen – Treffen mit Wildpferden

Das Naturreservat Giara di Gesturi liegt auf rund 550 Höhenmetern im Inselinneren und ist Heimat der letzten Wildpferde Sardiniens. Auf Wanderungen entlang der von Kork- und Steineichen sowie dichter Macchia geprägten Landschaft bietet sich die wunderbare Möglichkeit, die Vielfalt der sardischen Natur auf erholsame Art kennenzulernen.

 

5) Kulinarisches Sardinien: Spanferkel und Cannonau

Foto: www.sardinienaus.com

Die sardische Küche bietet mit ihren regionalen Zutaten in der Regel solide bis beeindruckende Hausmannskost. Eine sardische Spezialität ist das „Porchetto“, das in unseren Breitengraden als „Spanferkel“ bekannt ist. Wer Gelegenheit dazu hat, sollte in einem der zahlreichen Agriturismi einkehren. In diesen Bauernhöfen wird in familiärem Ambiente eine breite Palette sardischer Kochkunst geboten. Eine besondere Erwähnung verdienen sich die oftmals preisgekrönten sardischen Weine. Der meist im Norden der Insel angebaute Vermentino ist ein kräftig-fruchtiger Weißwein, der perfekt zu Fischgerichten passt. Zu Fleisch sollte man unbedingt ein Glas Cannonau genießen. Wer diese Rotweintraube probiert, versteht Sardinien – sagt man.

 

6) Eine Küstenstraße mit Traumkulisse – das Paradies für Radler

Ob mit oder ohne Motor – die vom ehemaligen Fischerdorf Villasimius im äußersten Südosten gen Westen führende Küstenstraße ist ein Highlight für Naturliebhaber und Zweiradbegeisterte. Abwechselnde Strand- und Felsformationen entlang der direkt über dem Meer gebauten Straße sind ein Panoptikum der Vielfalt und Schönheit Sardiniens. Nach rund 60 Kilometern mündet die Küstenstraße, die immer wieder als Drehort für zahlreiche Werbespots der Autoindustrie dient, an der Stadtgrenze Cagliaris.

 

7) Die Inselhauptstadt Cagliari

Foto: www.sardinienhaus.com

Rund ein Drittel der sardischen Bevölkerung lebt im Großraum Cagliari. So verwundert es nicht, dass sich hier im Süden Inselkultur und städtisches Leben vereinen und eine äußerst reizvolle Mischung ergeben. Wer entlang der Hafenmeile schlendert, den empfangen die langen Arkaden der Via Roma mit ihren Cafés und Bars. Von der erhöht in der Altstadt liegenden Bastione San Remy kann man ganz Cagliari überblicken. In den vielen renovierten Altbaugassen des Castello-Viertels kann man zudem wunderbar einkaufen und bummeln. Die Innenstadt Cagliaris verfügt über unzählige kleine Bars und Cafés. Besonders zur Antipasti-Zeit ab 18 Uhr locken viele Straßenlokale mit heimischen Spezialitäten und einem erfrischenden Glas Wein. Wer die örtlichen Fischspezialitäten testen möchte, der findet im Hafenviertel eine reichhaltige Auswahl an Trattorien. Der frische Fang landet hier direkt auf dem Teller – gerade zur Mittagszeit eine gute Gelegenheit jede Menge regionale Spezialitäten zu probieren.

 

8) Genießen in Cagliari – von der Stadt ans Meer

Wer etwas Besonderes erleben möchte, dem sei das Restaurant La Paillote (Localita Calafighera, 09126 Cagliari) empfohlen. Gut fünf Kilometer außerhalb des Stadtzentrums auf einem Felsvorsprung und direkt über dem Meer gelegen, werden hier zu mittäglicher und abendlicher Stunde feinste Speisen und Getränke serviert. An diesem Ort kommen Feinschmecker, Naturliebhaber und Romantiker gleichermaßen auf ihre Kosten.

 

9) Eine Fahrt im Trenino Verde

Foto: www.sardinienhaus.com

Die Schönheit der sardischen Küste wird in vielen Reiseführern beschrieben. Wer aber als Kontrastprogramm das aufregend abwechslungsreiche Hinterland Sardiniens kennenlernen will, der sollte am besten eine Fahrt mit dem Trenino Verde unternehmen. Die ehemals mit Dampfloks betriebene Schmalspurbahn führt von verschiedenen Küstenorten aus – Arbatax im Osten, Bosa im Westen, Cagliari/Monserrato im Süden und Palau im Norden – durch faszinierende Landschaften. Tipp zum Anschauen: SWR-Reportage aus der Reihe „Eisenbahn-Romantik“ Im Trenino Verde durch Sardinien

 

10) Costa Rei – Traumstrand für Alt und Jung

Strände gibt es – gerade auf Sardinien – viele. Ein besonders schöner Küstenabschnitt befindet sich aber ganz im Südosten Sardiniens. Auf rund zehn Kilometern erstreckt sich hier das weiße Sandband der Costa Rei entlang des türkis schimmernden, glasklaren Meerwassers – ein wahres Urlaubsparadies für Familien! Wer es etwas ruhiger und beschaulicher mag, der findet an den südlich an die Costa Rei angrenzenden Stränden Villa Rei und Cala Sinzias entsprechende Ferienhäuser, Hotels und Ferienvillen.