Reisen & Genießen

Ciao di Milano! Tipps für die Mode-Metropole

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Mailand, die Hauptstadt der norditalienischen Region Lombardei, hat mehr zu bieten als nur Mode. Museen, Theater, der Dom – ein Städtetrip lohnt sich auf jeden Fall. FREIZEIT REVUE-Kollegin Anya Barros hat sich ein paar Tage in der Metropole umgeschaut und den ein oder anderen Tipp mitgebracht.

Il Duomo – der Dom

Der Dom ist beeindruckend (Foto: Anya Barros)

Mitten in der Altstadt steht der Dom von Mailand. Das ist natürlich die Nummer 1 auf der Liste der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Mit der Metro M1 oder 3 kommt man direkt bis zum Domplatz (Haltestelle „Duomo“). Die Fassade aus weißem Marmor ist eine Pracht. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Platz ist voller Tauben und natürlich Touristen, die staunend ihre Fotos machen. Wer den Dom von innen sehen möchte, braucht ein Ticket und entsprechende Kleidung: Schultern und die Knie müssen bedeckt sein. Das Ticket für den Dom bekommt man im Ticket Office rechts vom Dom. Aber bringen Sie ein bisschen Geduld mit, hier bilden sich lange Schlangen vor den Automaten und den Schaltern. Wer will, kann hier auch einen Umhang kaufen, damit Schultern und Knie bedeckt, um doch in den Dom eingelassen zu werden.

Eintritt 3,00 Euro, ermäßigt 2,00

Einen Überblick über die Innenstadt kann man sich auf dem Dom verschaffen. Der Aufstieg auf das Domdach geht entweder zu Fuß oder mit dem Lift. Und es lohnt sich. Der Ausblick über Mailand ist toll! Ein Gang durch die gotischen Bögen aus Marmor, unglaublich die Baukunst früherer Jahrhunderte.

Die Tickets für das Domdach gibt es auch im Ticket Office und können getrennt vom Eintritt in den Dom gekauft werden.

Eintritt Treppe: 9,00 Euro, ermäßigt 4,50 Euro

Eintritt Aufzug: 13,00 Euro, ermäßigt 7,00 Euro

Teatro alla Scala

Der nächste Stopp auf der Tour durch Milano. Keine fünf Minuten dauert der Spaziergang vom Dom zum berühmten Opernhaus. Er führt durch die Galleria Vittorio Emanuele, die allein ist schon eine kleine Sehenswürdigkeit. Ein Konsumtempel in dem alle wichtigen Designer wie Prada oder Louis Vuitton vertreten sind. Er hat eine ganz eigene Atmosphäre, der Boden ist mit Mosaiken gestaltet und in der Mitte wird die Galleria von einer riesigen Glaskuppel überspannt. Schnödes shopping? Nicht in Mailand.

Prunkvoll glänzt der Innenraum des weltberühmten Opernhauses (Foto: Anya Barros)

Wer es durch die Galleria geschafft hat, kommt auf einen kleinen Platz und hier, ganz unscheinbar, steht die weltberühmte Scala. Von außen recht schmucklos, aber es sind die inneren Werte, die hier zählen. Beim Ticket-Kauf werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir nicht in den Innenraum können, da gerade Proben stattfinden. Da das Ticket aber für 24 Stunden gültig ist, können wir später wieder kommen. Aber um einen ersten Eindruck zu bekommen, gehen wir schon ein erstes Mal rein. Allein der Aufgang über die Treppe: roter Teppich, alte Plakate von Opern-Aufführungen an den Wänden. Hier liegt Kultur in der Luft! Ein paar der Logen sind geöffnet, der Blick schweift über den Innenraum des Opernhauses. Und der ist beeindruckend. Roter Samt, goldene Verzierungen, dazu vereinzelte Töne der Proben, wundervoll!
Wer möchte, kann nach dem Besuch in den Logen noch durch das Museum schlendern. Es zeigt die Musikgeschichte der Oper, Fotos, Gemälde und Instrumente.

Eintritt 9,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro

Cimitiero Monumentale

Auf dem Zentralfriedhof sehen selbst die Gräber nach Kunst aus (Foto: Anya Barros)

Mit der Metro M5 (Haltestelle „Monumentale“) gelangt man zum Zentralfriedhof Mailands. Auf dem Cimitiero Monumentale finden sich zahlreiche künstlerisch interessante Gräber oder Gräber berühmter Mailänder, wie das der Familie Campari. Unzählige Mausoleen, einige reich und prunkvoll verziert, andere eher schlicht, stehen nebeneinander. Gräber mit Fotos der Verstorbenen oder Engelsstatuen können bestaunt werden. Aber auch kleine, in die Wand eingelassene Urnengräber finden sich hier. Ruhig und respektvoll kann man über diesen Friedhof spazieren und man spürt die Energie und Kraft, die von diesem Ort ausgeht.

Der Eintritt ist frei

Parco Sempione

Wer nach all den Kilometern durch die Innenstadt ein bisschen Erholung für die geschundenen Füße braucht, der macht sich auf den Weg in den Parco Sempione (Metro M1 oder 2, „Cadorna“). Hinter dem Castello Sforzesco erstreckt sich ein herrlicher Park mit Denkmälern (für Napoleon), einer großen Brunnenanlage, Spielplätzen und einem See. Der Park ist gut besucht und im Sommer kann man hier ein bisschen abschalten und die Eindrücke des Tages Revue passieren lassen.
Der Eintritt ist frei

Was es sonst noch gibt:

Das Abendmahl, es soll erst an dieser Stelle Erwähnung finden. Das berühmte Fresko von Da Vinci ist in der Kirche Santa Maria delle Grazie zu sehen. Doch Achtung: Führungen durch die Kirche zum Abendmahl sind Monate im Voraus schon ausgebucht. Es ist bestimmt leichter ein Hotel in Mailand zu finden, als ein Ticket für das Cenacolo. Buchen Sie daher rechtzeitig!

 

Naviglio Grande

Der Kanal (Metro M2, „Porta Genova“) verbindet Mailand mit dem Fluss Ticino und dem Lago Maggiore. Hier wurden im 12. Jahrhundert Waren in die Stadt transportiert. Heute kann man am Kanal entlang flanieren. Samstags gibt es hier einen Trödelmarkt, das ein oder andere Schnäppchen ist bestimmt zu holen.

 

Mailänder Metro

Das Tagesticket für die Metro kostet 4,50 Euro, eine Einzelfahrt 1,50 Euro. Damit darf man die Metro, die Trams und die Busse in der Stadt nutzen. Die Metrobahnen kommen im 5-Minuten-Takt, aber es gibt auch Aushangfahrpläne, denn abends und am Wochenende haben die Linien geänderte Fahrtzeiten. Nehmen Sie nicht nur die Metro, auch eine Fahrt in einem der alten Tramwagen lohnt sich. Oder setzen Sie sich wahllos in einer der Linien und schauen Sie, wo es sie hinverschlägt. Das wäre mal eine andere Art der Stadtbesichtigung!

 

Frisches Trinkwasser

Die Fontanellen finden sich überall in der Stadt - ideal für Erfrischungen (Foto: Anya Barros)

 

Durstig in Mailand? Das kann Ihnen eigentlich nicht passieren. Denn überall im Stadtgebiet stehen die Fontanellen. Rund 450 „draghi verde“ (grüne Drachen) speien frisches, kontrolliertes Trinkwasser aus. Und das völlig kostenlos. Gerade im Sommer ist das die Rettung, denn nicht immer ist in der Innenstadt ein Supermarkt zu finden. So kann ganz schnell und praktisch die leere Wasserflasche immer wieder aufgefüllt werden. Eine wirklich clevere Idee!