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Flohmarkt und Trödelmarkt - So verkaufen Sie am besten

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Der Dachboden steht voll, im Keller ist schon lange kein Platz mehr - höchste Zeit, mal ordentlich zu entrümpeln. Aber wohin mit dem Zeug, das ja meistens noch gut in Schuss ist? Wie wäre es mit einem Flohmarkt? Das macht Spaß und bringt noch ein paar Euro für die Haushaltskasse.

Nun hat man die Sachen schön in Kisten verpackt und bereit gestellt für den Transport zum nächsten Flohmarkt. Bevor die Kasse klingelt sollten aber noch einige Dinge beachtet werden.

Welcher ist der richtige Flohmarkt für mich?

Je nach Ware, die zum Verkauf steht, sollte man den Flohmarkt-Typ wählen. Ist es ein Sammelsurium, das von CDs bis zu Playmobil-Figuren reicht, ist der gemischte Flohmarkt ideal. Sind es aber z.B. Briefmarken oder Münzen, sollten Sie zu einem speziellen Markt gehen, der nur diese Sachen anbietet. Vorteil: Da gehen vor allem Sammler hin, die höhere Preise für die Objekte ihrer Begierde zahlen.

Wie hoch ist die Standgebühr?

Hier gibt es keine einheitlichen Gebühren, jeder Flohmarktveranstalter kann andere Preise erheben. Faustregel: Je professioneller ein Markt angelegt ist, desto teurer wird's. Normalerweise geht es auf kleinen Flohmärkten los mit fünf Euro für den ersten Meter Verkaufsfläche, große Basare kosten um die zehn Euro. Jeder weitere Meter kostet dann nochmal, meist etwas weniger, z.B. fünf Euro. Ein normaler Tapeziertisch, der schon viel Platz bietet, würde dann etwa 25 Euro kosten.

Was brauche ich an Austattung?

Die Verkaufsfläche sollte nicht zu klein sein, damit die Waren übersichtlich präsentiert werden können. Highlights können hervorgehoben werden, indem man sie z.B. auf einen Schuhkarton stellt. Kleider gehören an eine Kleiderstange. Um einen plötzlichen Regenguss gut zu überstehen, ist ein Pavillon am besten, zur Not tut's aber auch günstige Baufolie aus dem Baumarkt, die für die Dauer des Regens über die Waren gelegt wird. Je nach Standgröße kann auch schon ein Sonnenschirm reichen. Wichtig: Genug Wechselgeld mitnehmen.

Was verkauft sich am besten?

Gut erhaltene Kindersachen und Spielzeug sind immer gesucht. Computerspiele und Design-Sachen laufen auch sowie Schallplatten. Tipp: Bei Schallplatten vorher im Internet nachsehen, ob keine wertvollen Raritäten dabei sind. Diese dann lieber auf Spezialmärkten oder im Internet verkaufen.

Müssen Einnahmen versteuert werden?

Privatpersonen dürfen steuerfrei im Jahr 512 Euro Gewinn aus Flohmarktverkäufen machen. Gewinn ist, was vom Verkaufsumsatz nach Abzug der Kosten für Flohmarktgebühren und anderes übrig bleibt. Falls die Gewinne die Höchstmarke übersteigen, muss ein Reisegewerbe angemeldet und die Einkünfte nachträglich versteuert werden. Aber: das gilt nicht für Gegenstände es täglichen Gebrauchs, wie Möbel, Kleidung oder Haushaltsgeräte. Wer also ab und zu den Inhalt seines Dachbodens zu Geld macht, muss sich keine Sorgen um Steuern machen.

Sind private Flohmärkte anmeldepflichtig?

In der Regel müssen einmalige private Flohmärkte in der Garage oder im Vorgarten nicht angemeldet werden. Auf Nummer sicher geht, wer trotzdem mal beim Ordnungsamt nachfragt. Falls aber jeden Monat der Tapeziertisch vorm Haus steht, kann der Fiskus hellhörig werden. Denn das könnten "Gewinnerzielungsabsicht, Nachhaltigkeit und Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr" sein. Folge wäre die Pflicht, ein Gewerbe anzumelden und die Einnahmen zu versteuern.

Flohmärkte in Ihrer Nähe finden Sie unter www.flohmarkt.de.

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