Gesundheit & Ratgeber

Eine Patientenverfügung schafft Klarheit

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Patientenverfügung? Was passiert, wenn ich gesundheitliche Entscheidungen nicht mehr selbst treffen kann? Brauche ich eine Patientenverfügung? Will ich um jeden Preis, dass mein Leben verlängert wird? Fragen, über die niemand gerne nachdenkt, die sich aber jeder irgendwann stellen. Eine Patientenverfügung verschafft Ärzten und Angehörigen Klarheit.

Die Patientenverfügung, eine Aufgabe, die viele gerne weit von sich schieben. Der Grund: Ein derartiges Schriftstück (Patientenverfügung) steht zwangsweise immer in Verbindung mit Krankheit, einem Unfall oder Demenz. Situationen, die häufig dazu führen, dass Menschen ihren Willen nicht mehr eigenständig artikulieren, nicht mehr selbst entscheiden können, welche medizinischen Maßnahmen getroffen werden sollen – oder eben nicht.
Patientenverfügung hinterlegen. Damit man im Fall der Fälle dennoch über seinen eigenen Körper bestimmen kann, wenn auch indirekt, kann durch die Niederschrift einer Patientenverfügung das Selbstbestimmungsrecht des Patienten bewahrt werden. In erster Linie richtet sich die Patientenverfügung an die Ärzte. Zusätzlich kann sich die Patientenverfügung an eine bevollmächtigte oder gesetzliche Vertretung wenden. Diese Person entscheidet dann zusammen mit den Ärzten über weitere Behandlungen – aber nur unter strikter Beachtung des festgeschriebenen Willens des Patienten. 

Patientenverfügung hinterlegen. Damit man im Fall der Fälle dennoch über seinen eigenen Körper bestimmen kann, wenn auch indirekt, kann durch die Niederschrift einer Patientenverfügung das Selbstbestimmungsrecht des Patienten bewahrt werden. In erster Linie richtet sich die Patientenverfügung an die Ärzte. Zusätzlich kann sich die Patientenverfügung an eine bevollmächtigte oder gesetzliche Vertretung wenden. Diese Person entscheidet dann zusammen mit den Ärzten über weitere Behandlungen – aber nur unter strikter Beachtung des festgeschriebenen Willens des Patienten.

Seit dem Urteil 2 StR 454/09 des Bundesgerichtshofes (BGH) im Juni dieses Jahres ist auf Grundlage der Patientenverfügung der Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen nicht mehr strafbar. Im Gegenteil: Entspricht der Behandlungsabbruch dem Willen des Patienten, müssen Ärzte, Betreuer und Pflegeheime medizinische Behandlungen beenden – auch wenn der Zustand des Patienten nicht unmittelbar lebensgefährlich ist. Die Behandlung oder lebenserhaltende Maßnahmen müssen gemäß der Patientenverfügung eingestellt werden. Laut Gesetz ist irrelevant, wie die Behandlung abgebrochen wird, wichtig ist die Befolgung des Patientenwillens, die in der Patientenverfügung steht. Aktive Sterbehilfe, wie die Verabreichung einer Giftspritze oder Tabletten, ist jedoch nach wie vor nicht erlaubt und strafbar.
Tipp: Schreiben Sie Ihren Willen in einer Patientenverfügung nieder. Hinterlegen Sie Ihre Patientenverfügung an einem Ort, zudem ihre bevollmächtigte Vertretung (das kann ein Familienmitglied oder Ihr Anwalt sein) jederzeit Zugang hat. Oder übergeben Sie die Erklärung Ihrer persönlichen Vertrauensperson direkt.

Tipp: Schreiben Sie Ihren Willen in einer Patientenverfügung nieder. Hinterlegen Sie Ihre Patientenverfügung an einem Ort, zudem ihre bevollmächtigte Vertretung (das kann ein Familienmitglied oder Ihr Anwalt sein) jederzeit Zugang hat. Oder übergeben Sie die Erklärung Ihrer persönlichen Vertrauensperson direkt.

Ihre Patientenverfügung sollte folgende Punkte enthalten:

  • Name, Vorname, geboren am, wohnhaft in
  • Situationen, in denen die Patientenverfügung gelten soll
  • Festlegungen zu Einleitung, Umfang oder Beendigung bestimmter ärztlicher Maßnahmen
  • Ort der Behandlung, Beistand
  • Aussagen zur Verbindlichkeit, zur Auslegung und Durchsetzung und zum Widerruf der Patientenverfügung
  • Hinweise auf weitere Vorsorgeverfügungen- Organspende

Nur so können Sie auch dann noch über ihren Körper entscheiden, wenn sie dazu nicht mehr in der Lage sind.

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