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Keine Lust mehr auf Sex?

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Lust, Liebe, Leidenschaft. Verstecken Sie sich lieber hinter einem Buch, als sich mit dem/ der Liebsten im Bett zu vergnügen? Und gestehen Sie nur ihrer besten Freundin "ach, ich habe keine Lust auf Sex, ich weiß auch nicht warum." Dabei könnte es helfen, wenn sich die betroffene Frau einem Arzt anvertraut. Denn hinter sexueller Lustlosigkeit - medizinisch Libidomangel genannt - stecken häufig körperliche Probleme. Sind sie bekannt, lassen sie sich auch behandeln...

Kopf hoch. Zumindest beruhigt es, dass fast die Hälfte der Frauen in Deutschland schon einmal Probleme mit der Lust hatte. Hält dies länger an, kann es zu einer Belastungsprobe für die Beziehung werden...

Sex-Lustlosigkeit - Folgende Ursachen kommen in Frage:

- Die Nebenwirkungen mancher Medikamente können nicht nur Männer impotent, sondern auch Frauen lustlos machen. Dazu zählen Mittel gegen Bluthochdruck, Sodbrennen, Allergien oder psychische Erkrankungen sowie die "Pille". Das Verhütungsmittel löst Prozesse aus, durch die das Sexualhormon Testosteron gebunden wird. Dieses Hormon beeinflusst die Libido, ein Mangel verursacht sexuelle Unlust.

- Die Schilddrüse schüttet Hormone aus, die für Funktionen im ganzen Körper zuständig sind. "Sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion kann zu Libidoproblemen führen", erklärt Dr. Johann Sievers aus Hamburg. Einer Fehlfunktion kommt der Arzt mit einer Blutprobe auf die Spur.

- Die Zuckerkrankheit Diabetes kann ebenfalls schuld sein: Sie wirkt sich oft auf die Blutgefäße aus; die Durchblutung im Unterleib kann sich verschlechtern. Außerdem schädigt der erhöhte Blutzucker mitunter feinste Nerven. Die Folge: "Berührungsimpulse im Genitalbereich werden schlechter übertragen", sagt der Experte für sexuelle Störungen Dr. Sievers.

- Hinter sexueller Unlust können auchverschiedene gynäkologische Erkrankungen stecken. Dazu zählen Endometriose, also gutartige Wucherungen der Gebärmutter - Schleimhaut, Myome, gutartige Muskelgeschwülste in der Gebärmutter, oder Zysten. Der Frauenarzt kommt ihnen auf die Spur.

- Auslöser für die Wechseljahre der Frau: Altersbedingt produziert ihr Körper immer weniger Sexualhormone; dies kann schuld an Libidoproblemen sein. Eine Folge ist zudem, dass die Schleimhäute schlechter durchblutet und damit trockener werden. Es kommt etwa zu einer trockenen Scheide. Abhilfe schaffen hier östrogenhaltige Cremes, die der Arzt verschreibt.

- Werden bei einer Totaloperation sowohl die Gebärmutter als auch die Eierstöcke entfernt, setzen bei der Patientin abrupt die Wechseljahre ein. Die Patientinnen erhalten eine Hormonersatz-Therapie. Weil auch weniger Testosteron produziert wird, lässt bei vielen zudem das sexuelle Verlangen nach. Seit kurzem gibt es die Möglichkeit, diesen Hormonmangel mit einem rezeptpflichtigen Testosteron-Pflaster namens "Intrinsa" auszugleichen.

Ursachen beim Mann
Potenzstörungen bei Männern haben in 70 Prozent der Fälle organische Ursachen. Ein häufiger Auslöser ist etwa Bluthochdruck. Ein zu hoher Cholesterinspiegel fördert Arteriosklerose. Die Adernverkalkung steigert nicht nur das Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt, sondern kann auch die Blutgefäße im Penis verengen und Erektionsstörungen hervorrufen.

Ansprechpartner ist der Urologe; im Internet unter » www.maenneraerzte.info finden sich Adressen von spezialisierten Ärzten. Oft genügt es, die Grunderkrankung zu behandeln. Mitunter werden Potenzpillen wie Viagra oder Levitra verordnet.

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