Gesundheit & Ratgeber

Verstehen Sie Ihren Impfpass?

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Wissen Sie ob Sie gegen Tetanus weiterhin geschützt sind oder wann die nächste Auffrischung fällig ist? Wir zeigen Ihnen worauf es ankommt!

Wissen Sie bei Ihren Impfungen Bescheid? Rund die Hälfte der Deutschen kann das nicht genau beantworten (Quelle: IfD Allensbach). Gut, wer einen Impfpass besitzt und diese Fragen damit schnell beantworten kann. Doch den Impfpass mit seinen Tabellen und Fachausdrücken muss man lesen können. Das ist weniger schwierig, als man denken mag. Wir erklären Ihnen das Wichtigste zu ihrem Impfbuch! So verstehen Sie die Eintragungen, damit Sie wissen, ob Sie z .B. vor Grippe, Tetanus und Keuchhusten geschützt sind.

Häufig verwendete Abkürzungen und Fachbegriffe:

aP: Pertussis (Keuchhusten)
D oder d: Diphtherie
DT oder Td: Diphtherie/Tetanus Kombinationsimpfstoff
DTaP-IPV oder TdaP-IPV: Diphtherie/Tetanus/Pertussis/Polio Kombinationsimpfstoff
HB: Hepatitis B
Hib: Haemophilus influenzae Typ b
IPV: Poliomyelitis (Kinderlähmung)
MMR: Masern/Mumps/Röteln Kombinationsimpfstoff
T: Tetanus (Wundstarrkrampf)
Tbc: Tuberkulose

Den Impfpass verstehen und keine Impfung mehr verpassen:

Deckblatt
Der gelbe Ausweis ist der international anerkannte, dreisprachige Impfpass, der nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellt wurde (andere, ebenfalls gültige gelbe Impfpässe sind ähnlich aufgebaut). Wenn Sie noch alte Dokumente, zum Beispiel den weißen Faltausweis besitzen, kann Ihr Arzt alle Informationen in den neuen Impfausweis übertragen. Nehmen Sie dazu beim nächsten Arztbesuch alle Dokumente mit. Auf dem Deckblatt des Impfausweises stehen Ihre persönlichen Daten: Name, Vorname, Geburtsdatum und -ort sowie Wohnort und Straße.

Gelbfieber
Auf der ersten Doppelseite werden die Impfungen gegen Gelbfieber eingetragen. Diese darf nur von staatlich anerkannten Gelbfieberimpfstellen vorgenommen und bescheinigt werden.

Routineimpfungen
Auf den Seiten 4 bis 9 werden die neun Standardimpfungen eingetragen. Der Arzt notiert das Impfdatum, den Handelsnamen mit so genannter Chargen-Nummer des Impfstoffes und kreuzt die entsprechende Erkrankung an. Jede Impfung muss mit Stempel der Praxis oder Klinik und der Unterschrift des Arztes dokumentiert werden.

Routineimpfungen
Hier können Sie nun prüfen, ob Ihr Impfschutz noch besteht: Liegt das Datum bei Tetanus-, Diphtherie und Pertussis mehr als 10 Jahre zurück, ist es Zeit für eine Auffrischungsimpfung. Wichtig für Eltern: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind auch die Zweitimpfung gegen Mumps, Masern und Röteln erhalten hat. Erst dann besitzt es einen vollständig aufgebauten Schutz.

Weitere Impfungen
Inzwischen gibt es zahlreiche weitere Impfungen, die für bestimmte Risikogruppen oder für den Aufenthalt in Risikogebieten empfehlenswert sind. Dazu gehören zum Beispiel der Schutz vor FSME (in Zeckengebieten), Hepatitis A (für Reisen), Gelbfieber oder gegen Pneumokokken (für alle Menschen ab 60 Jahren und chronisch Kranke).

Grippeimpfungen
Wenn Sie gegen Grippe geimpft sind, dann finden Sie an dieser Stelle einen Eintrag. Wichtig: Diese Impfung muss jährlich wiederholt werden. Möglich ist eine zeitgleiche Impfung gegen Pneumokokken.

Tuberkulose-Schutzimpfungen
In Deutschland wird die Tuberkulose-Impfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) nicht mehr empfohlen. Wenn Sie in ein Risikogebiet reisen, kann Ihr Arzt an dieser Stelle eintragen, ob sie bereits gegen Tuberkulose geschützt sind.
Antikörperuntersuchungen
Sie haben keinen Nachweis für Impfungen gegen bestimmte Krankheiten? Dann kann Ihr Arzt mit Hilfe von Blutuntersuchungen prüfen, ob ein Impfschutz besteht. Das geschieht allerdings nur in Ausnahmefällen, zum Beispiel zum Nachweis von Röteln-Antikörpern bei Frauen mit Kinderwunsch. Ansonsten kann der Arzt nachimpfen. Denn von einer zusätzlichen Impfung geht kein Risiko aus.

Im Notfall
Haben Sie sich verletzt und keinen ausreichenden Impfschutz, z. B. gegen Tetanus, dann kann Ihr Arzt Sie durch eine so genannte passive Immunisierung schützen. Diese Impfungen werden an dieser Stelle notiert. Während der Körper bei einer aktiven Impfung selbst Antikörper gegen die Krankheitserreger bildet, werden sie bei einer passiven Immunisierung von außen zugeführt, damit der Körper schnell die Erreger bekämpfen kann. Sinnvoll für den Notfall sind die Angaben über bestehende chronische Krankheiten, Allergien und sonstige Risiken bei Impfungen.

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