Gesundheit & Ratgeber

Lecker kochen trotz Rheuma

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Dass eine ausgewogene Ernährung uns gesund hält, ist hinlänglich bekannt. Bei Rheumapatienten spielt das, was sie essen, jedoch sogar eine entscheidende Rolle. Sie können damit einen schmerzhaften Rheumaschub entweder provozieren oder - wenn sie einige Regeln beachten - Schmerzen vermeiden. Wir haben tolle Rezepte, deren Inhaltsstsoffe auf Rheumapatienten abgestimmt sind - und sie können mit wenig Bewegung zubereitet werden. Das macht sie gleich doppelt geeignet!

Richtige Ernährung bei Rheuma
"Wir wissen heute, dass die in tierischen Nahrungsmitteln enthaltene Arachidonsäure die Bildung von Entzündungsstoffen im Körper steigert", erklärt Prof. Olaf Adam, Rheumatologe der Universitätsklinik München. Es gibt jedoch wirkungsvolle Gegenspieler der Arachidonsäure: die so genannten Omega-3-Fettsäuren, vor allem die Eikosapentaen-Säure (EPA).

Richtig essen spart Medikamente

Sie hemmen die Bildung von Entzündungsstoffen und können sogar die im Übermaß schädliche Arachidonsäure aus den Zellmembranen verdrängen. "Studien zeigen, dass unter einer hohen Zufuhr von EPA die Schmerzen nachlassen, die Schwellungen abklingen und auch die Gelenksteifigkeit am Morgen geringer wird", betont Professor Adam. Und die Betroffenen kommen sogar mit einer geringeren Medikamenten-Dosis aus.

Wie sollte die Ernährung aussehen?

Rheuma-Experten empfehlen ihren Patienten, nicht mehr als 50 mg Arachidonsäure pro Tag zu sich zu nehmen. Das ist nicht leicht: Unsere übliche Ernährung liefert 200 bis 400 mg davon.

Weniger tierische Fette Je fetter Lebensmittel sind, umso mehr Arachidonsäure enthalten sie. Besonders viel davon steckt in Schweineschmalz, Leberwurst, Fleisch sowie fettreichen Milchprodukten wie zum Beispiel Butter. Deren Menge sollten Rheumatiker daher reduzieren. Zweimal pro Woche eine Fleischmahlzeit genügt.

Mehr Vitamine Statt dessen sollten mehr Salate, Obst, Gemüse und Vollkornprodukte auf den Tisch kommen. Diese Speisen enthalten Vitamine, die für Rheumakranke eine wichtige Rolle spielen. Denn bei den entzündlichen Prozessen entstehen im Körper Freie Radikale, welche die Beschwerden verschlimmern. Besonders Vitamin E hat sich als wirkungsvoller Radikalfänger erwiesen.

Mehr Omega-3-Fettsäuren Ihren erhöhten Bedarf an Omega-3-Fettsäuren können Rheumatiker decken, indem sie vermehrt Lein-, Raps-, Weizenkeim-, Walnuss- oder Sojaöl verwenden. Sie enthalten eine Fettsäure, aus der im Körper EPA gebildet wird.

Viel Fisch EPA in reiner Form findet sich nur in Fisch und anderen Meerestieren. Patienten sollten laut Prof. Adam mit täglich 800 mg EPA starten und nach vier Wochen die Dosis auf täglich 300 mg reduzieren. Wie viel EPA in welchen Fischarten steckt, zeigt unsere Tabelle. Wen aber solche Mengen an Fisch abschrecken, der kann auch auf Fischöl-Kapseln namens Epamax aus der Apotheke zurückgreifen. Sie enthalten 300 mg EPA, kombiniert mit Vitamin E.

Auf Seite 2 finden Sie sechs leckere Rezepte, die ganz auf Rheumatiker abgestimmt sind.

Tolle Rezepte für Rheumatiker
Kochen ohne Probleme Zu ungesund, zu schwierig zuzubereiten? Unsere Rezepte sind nicht nur bei den Inhaltsstoffen auf Rheuma abgestimmt. Ihr Zubereitung macht wenig Arbeit - das schont entzündete Gelenke.

Downloaden Sie sich kostenlos tolle Rezepte:

Erbsensuppe mit Räucherlachs

Provenzalisches Huhn

Krebsssalat mit Mango

Paprika-Kartoffelsuppe

Fischfilet unter Meerettichkruste

Gebratener Ziegenfrischkäse

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