Gesundheit & Ratgeber

Karpaltunnel-Syndrom: Neue Technik erspart die Operation

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Was passiert beim Karpaltunnel-Syndrom?

Der sogenannte Karpaltunnel befindet sich an der Handwurzel. Es ist ein Kanal, der durch ein kräftiges Band gebildet wird. Durch diesen Karpaltunnel führt ein Nerv vom Arm in die Hand. Wenn der Karpaltunnel verengt ist, wird der Nerv eingeklemmt und es entstehen das Taubheitsgefühl und die Schmerzen. Unbehandelt führt das Karpaltunnel-Syndrom dazu, dass der Daumen an Kraft verliert. Alltägliche Tätigkeiten wie das Zuknöpfen der Bluse oder das Schreiben werden zur Qual.

Die Ursachen

Als Auslöser für das Syndrom nennt Dr. Frank Bergmann, Neurologe aus Aachen, eine Sehnenscheiden-Entzündung, rheumatische Veränderungen, Arthrose, einen Knochenbruch oder Überbeanspruchungen. "Auch stoffwechselbedingte Einlagerungen bei Diabetes, Nierenschädigungen oder Gicht spielen eine Rolle." Häufig betroffen sind Frauen in den Wechseljahren.

Das kann man tun

"Im Frühstadium kann die Krankheitwirksam behandelt werden, indem man eine Nachtschiene trägt", erklärt Dr. Bergmann. Auch eine vorübergehende Kortison-Therapie, als Tablette oder Injektion am Handgelenk, sei wirksam.

Neuerdings lässt sich das Leiden auch mithilfe von Druck beheben. Diese Methode nennt sich C-Trac. Das ist eine Manschette für die Hand, die aufgepumpt wird und Druck auf das Handgelenk ausübt. "Dies dehnt das Dach des Karpaltunnels leicht", sagt Dr. Kurt Steffens aus Essen. Folge: Der Nerv hat wieder mehr Platz. Man benutzt die Bandage vier Wochen lang jeden Tag dreimal für fünf Minuten. Das ist auch zu Hause möglich. Die Kassen übernehmen die Kosten für das Gerät von 199 Euro allerdings nur im Einzelfall.