Gesundheit & Ratgeber

Ernährung ohne Kohlenhydrate

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Kohlenhydrate sind neben Proteinen und Fetten die wichtigsten Energielieferanten. Allerdings gibt es auch innerhalb der Kohlenhydrate Unterschiede. Für eine gesunde Ernährung muss man nämlich beachten, ob man einfache, oder komplexe Kohlenhydrate zu sich nimmt. Einfache Kohlenhydrate (Einfachzucker) sind zum Beispiel in normalem Zucker, Limonade, Schokolade, Alkohol und vielen weiteren Lebensmittel, die mit Zucker versetzt sind, enthalten.

Einfache Kohlenhydrate gelangen bei der Aufnahme sofort in den Kreislauf und werden vom Körper sehr schnell verbrannt. Da sie sehr schnell verbraucht sind, tritt kurz darauf eine Mangelerscheinung ein, der bekannte „Heißhunger“. Man muss also noch mehr Einfachzucker zu sich nehmen um diesen zu stillen – ein Teufelskreis. Doch warum ist das schlecht fürs Gewicht? Da der Körper die einfachen Kohlenhydrate so schnell verbrennt, versucht er das, was gerade an Überschuss da ist irgendwo zu lagern, nämlich direkt in unseren Fettdepots.

Komplexe Kohlenhydrate (Vielfachzucker) dagegen werden nur langsam an die Blutbahnen abgegeben. Dadurch wird der Körper über einen längeren Zeitraum mit Energie versorgt und er kann die Kohlenhydrate auch sofort verbrauchen, ohne sie als Fett einzulagern. 
Um herauszufinden, ob ein Lebensmittel für die kohlenhydratarme Ernährunggeeignet ist, gibt es den so genannten Glykämischen Index. Dieser gibt in Prozent an, wie schnell bestimmte Kohlenhydrate in den Kreislauf übergehen. Ist er sehr hoch, steigt der Blutzuckerspiegel schnell an, ist er niedrig, wird der Zucker langsam abgegeben.

Wer sich streng an die Regeln hält, der kann mit der richtigen Ernährung innerhalb weniger Wochen mehrere Kilo verlieren. Dazu gibt es mehrere Konzepte:

Bei der Atkins-Diät wird die Aufnahme von Kohlenhydraten am Anfang stark reduziert. Stattdessen soll protein- und fettreiche Nahrung gegessen werden. Der Körper muss dann die nötige Energie aus den Fettreserven gewinnen und man nimmt automatisch ab. Das langfristige Ziel der Atkins-Diät ist, dass man nachdem das Idealgewicht erreicht ist, genau die Kohlenhydratmenge findet, bei der man weder zu- noch abnimmt.

Die South Beach Diät ist eine Variante der Atkins-Diät. Sie wurde ursprünglich dazu entwickelt, den Cholesterinspiegel zu senken. Die Diät achtet mit Hilfe des Glykämischen Index darauf, dass der Blutzuckerspiegel stabil bleibt. Dadurch hat man weniger Hunger und Appetit und nimmt dadurch ab. Im Gegensatz zur Atkins-Diät soll man allerdings tierische Fette meiden, nur pflanzliches Fett und fettreicher Fisch ist erlaubt.

Die Glyx-Diät beruht rein auf dem Glykämischen Index. Dabei dürfen nur Speisen mit einem Index-Wert unter 50 zu sich genommen werden. So soll verhindert werden, dass man die schlechten, einfachen Kohlenhydrate zu sich nimmt.

Die New York Diät ist der große Renner bei den Promis. Heidi Klum brachte sich damit zum Beispiel nach ihrer Schwangerschaft wieder in Form. Am Anfang der Diät wird komplett auf alle Kohlenhydrate verzichtet, stattdessen gibt es sehr viel eiweißreiche Kost. Das dient vor allem dem schnellen Abnehmen. Danach wird die Fett- und Kohlenhydrat-Zufuhr langsam wieder hochgefahren, um das Gewicht zu stabilisieren. Wenn man erneut zunimmt, fängt das ganze wieder von vorne an.

Die Montignac-Methode beruht wie die Glyx-Diät auf dem Glykämischen Index. Kohlenhydrate mit einem Wert unter 35 dürfen mit beliebig viel Fett und Eiweiß kombiniert werden. Bei einem Wert zwischen 35 und 50 dürfen sie nicht mit Fett kombiniert werden, außer mit geringen Mengen an pflanzlichen Ölen oder Fisch. Alle Kohlenhydrate mit einem Wert über 50 sollen komplett weggelassen werden.

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