Gesundheit & Ratgeber

Unfälle im Haushalt – so schützt man sich

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Es gibt über drei Millionen Verletzte pro Jahr durch Unfälle im Haushalt! Ausgerechnet die Arbeit in den eigenen vier Wänden ist so gefährlich wie in kaum einem anderen Bereich. Der Grund ist meist derselbe: Leichtsinn.

Sturzgefahr!

Fürs Fenster putzen steigen viele auf einen kippeligen Hocker, den Tisch und sogar auf Fenstersims oder Bügelbrett. Eine unbedachte Bewegung reicht, um im Krankenhaus zu landen. Besser: spezielle, rutschfeste Trittleitern (z.B. von Hailo, ca. 25 Euro). Beim Kauf auf das GS-Sicherheitszeichen achten. Aber auch wer zur Leiter greift, für den gilt: besser fit als müde. Lose Kabel und rutschende Läufer können ebenfalls einen gefährlichen Sturz verursachen. Kabel am besten hinter Fußleisten verstecken. Beim Läufer helfen rutschfeste Unterlagen aus Gummi (z.B. Stop it von Tesa, ca. 15 Euro), hochstehende Ecken kann man (je nach Boden) mit doppelseitigem Klebeband bändigen. Besonders gut haftet spezielles Teppichklebeband (ca. 9 Euro)  

Stromstöße!

Es gibt Dinge, da sollte besser der Fachmann ran. Arbeiten am Elektrischen gehören dazu. Wofür sich natürlich keiner einen Elektriker ins Haus holt: um eine Glühbirne zu wechseln oder das Toastbrot mit dem Messer aus dem Toaster zu fischen. Bei beidem gilt: Sicherung bzw. Stecker rausnehmen. Hat man einen Stromschlag abbekommen, sollte man immer zum Arzt gehen. Denn Herzrhythmusstörungen müssen nicht sofort auftreten.

HaushaltArbeiten am Elektrischen? Besser den Fachmann ranlassen (Foto: imago/niehoff)

Schnittwunden, Verbrühungen, Prellungen!

Der gefährlichste Ort im Haus ist die Küche. Dort passieren die meisten Haushaltsunfälle. Gerade für Kinder sind Herd und Co. eine echte Gefahr. Ein Gitter schützt den Topf vor neugierigen Fingern – und den Nachwuchs vor Verbrühungen. Utensilien, die man häufig verwendet, in Griffnähe statt hoch oben im Schrank verwahren. Falls man dort doch einmal etwas rausholen muss, am besten mit einem rutsch- und kippfesten Tritt. Messer sollten möglichst scharf sein, damit man beim Schneiden nicht abrutscht. Weiterer Tipp: Schränke immer sofort schließen, so vermeiden Sie schmerzhafte Prellungen.

HaushaltVerbrühungen sind beim Kochen schnell passiert. Über das Funkarmband des Notrufsystems von Libify kann man ganz einfach Hilfe holen (Foto: Libify)

Tipp: Ist Ihnen tatsächlich ein Unfall im Haushalt passiert? Für den Notfall sollte man sich alle wichtigen Nummern (Rettungszentrale, Feuerwehr, etc.) aufschreiben und direkt neben das Telefon legen. Denn sogar die 112 kann man in so einer Situation vergessen. Ebenfalls hilfreich: ein Hausnotrufsystem (z.B. von Libify). Mit einem Knopfdruck, zum Beispiel über das Funkarmband (s. Foto), wird man über eine Freisprechanlage mit einer Notrufzentrale verbunden.

 

 

 

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