Gesundheit & Ratgeber

Einbruch - was nun?

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Der Schock nach einem Einbruch sitzt tief: Die Tür ist aufgebrochen oder das Fenster ausgehebelt worden, die Wohnung ist verwüstet. Dennoch heißt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Dazu gehört, sofort die Polizei und die Versicherung zu informieren.

Einbruch entdeckt - keine Spuren verwischen

Nichts anfassen, bis die Beamten dafür grünes Licht geben. Die Aufklärungsquote liegt zwar nach Angaben eines Sprechers der Polizeilichen Kriminalprävention nur bei 15,8 Prozent - aber vielleicht gelingt es doch, anhand von Spuren die Täter zu ermitteln.

Welche Versicherung springt bei Einbruch ein?

Die Gebäude-Versicherung ist zuständig für Schäden an Türen, Wänden bzw. Fenstern. Dafür sollten in den Vertrag etwa die Klauseln „Schäden durch Vandalismus“ oder „Gebäudeschäden durch unbefugte Dritte“ aufgenommen werden. Die Hausrat-Versicherung springt für beschädigte oder gestohlene Gegenstände ein. Ausnahme: Man hat ein Fenster offen gelassen, nicht abgesperrt oder beispielsweise den Schlüssel unter die Fußmatte gelegt. Dies ist grob fahrlässig, man macht es den Langfingern damit leicht und geht im Schadensfall leer aus.

Nach dem Einbruch eine Stehlgut-Liste erstellen

Auf der Liste sollten Sie alle beim Einbruch abhanden gekommenen oder durch den Einbruch beschädigten Gegenstände Ihres Eigentums aufnehmen (wird von Polizei und Versicherung „Stehlgut-Liste“ genannt). Wir haben die für Sie zum Download vorbereitet. Je mehr Details Sie darauf angeben, desto einfacher wird die eventuelle Wiederbeschaffung.

Anmerkungen zu unserer Checkliste: Zunächst eintragen, wann der Einbruch stattgefunden hat. War man etwa tagelang im Urlaub, verlässt man sich hierbei auf die Einschätzung der Polizei bzw. die Angaben von Nachbarn.

Einbruch-Schaden: fremde Sachen sind oft mitversichert

Sind beim Einbruch Gegenstände beschädigt worden oder abhanden gekommen, die nicht Ihnen gehören? Sofern es sich um Dinge handelt, die Sie geliehen hatten, führen Sie die in dieser Liste mit auf.

Wurde hingegen Ihren Gästen bei dem Einbruch etwas gestohlen, müssen die den Vorfall ihrer eigenen Hausrat-Versicherung melden. Hat die den Zusatz „Außenversicherung“, werden die Gegenstände ersetzt.

Belege für den Schaden durch Einbruch

Kennen Sie den Hersteller, die Marke, die Typ-Bezeichnung der gestohlenen Sachen? Diese entsprechend auf der Liste eintragen. Falls nicht, in der Rubrik „Anmerkungen“ unverwechselbare Merkmale aufnehmen. Ideal ist, wenn man belegen kann, wann und bei welchem Händler man die entwendeten Produkte gekauft hatte. Sind Quittungen vorhanden, die als Anlage (in Kopie) beifügen. Man trägt den damaligen Anschaffungspreis ein, ins Feld daneben den geschätzten Neupreis. Falls vorhanden, gehören Fotos der Gegenstände ebenfalls in die Anlage. Darauf unter „Anmerkungen“ hinweisen.

Aktenzeichen des Einbruchs notieren

Nicht vergessen: Nach dem Einbruch die Stehlgut-Liste von der Polizei gegenzeichnen lassen. Es wird auch das Aktenzeichen, unter dem der Einbruch aufgenommen worden ist, auf dem Download-Formular vermerkt.

Ein Wertsachen-Verzeichnis hilft Einbruchs-Opfern

Bei den Verhandlungen mit dem Versicherer hat man gute Karten, wenn man bereits ein Verzeichnis seiner Wertsachen angelegt hatte und dies ständig aktualisiert. Dafür fotografiert man Wertsachen nach dem Kauf, fügt das Foto bzw. dessen Ausdruck dem Kaufbeleg bei. Das ist wichtig bei Gegenständen, die schwer zu beschreiben sind oder keine Serien-Nummer haben (Teppiche, Antiquitäten, Instrumente, Bilder, Schmuck). Um die Größe eines Gegenstands festzuhalten, beim Fotografieren ein Lineal oder einen Zollstock daneben legen. Aufbewahrt wird ein Wertsachen-Verzeichnis etwa auf einem USB-Stick (Digital-Aufnahmen der Wertsachen, eingescannte Belege) in einem Schließfach.

Gegenstände individuell kennzeichnen

Auch das ist eine große Hilfe bei der Wiederbeschaffung. Die Kennzeichnung geschieht durch einen Gravierstift oder einen UV-Stift. Die Markierung darf nicht sofort sichtbar sein, sonst entfernt sie der Täter. Zudem gibt es die Möglichkeit, Gegenstände mit einer Eigentümer-Identifizierungs-Nummer (EIN) zu versehen. Die setzt sich aus dem Kfz-Zeichen des Wohnortes, dem Gemeindeschlüssel, dem Straßennamen, der Hausnummer und den Initialen des Eigentümers zusammen. Seine EIN erfragt man bei der jeweiligen Polizeidienststelle. Das Verzeichnis über die Wertgegenstände sollte man regelmäßig ergänzen und überarbeiten.

Eine Liste für die Schadensmeldung können sie hier herunterladen und ausfüllen.

 

KOMMENTARE (0)

Ihre Meinung ist uns wichtig - Diskutieren Sie mit!

Um Artikel zu kommentieren melden sie sich bitte an

Anmelden Registrieren