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Wie André Dietz mit der Krankheit der Tochter umgeht

Autor: FREIZEIT REVUE Redaktion

Schock-Diagnose für Soap-Schauspieler André Dietz: seine kleine Tochter Mari leidet unter dem Angelman-Syndrom. Das ist eine schwere und sehr seltene Krankheit, bei der die Betroffenen auf dem geistigen Niveau eines Kleinkindes bleiben. Das heißt zum Beispiel auch, dass die Erkrankten nicht sprechen können. Schrecklich! Vor der Diagnose haben André und seine Frau Shari nur geglaubt, die Kleine sei einfach eine Spätzünderin, wie das manchmal eben so ist. Der Umgang mit der Krankheit ist nicht immer leicht für die Familie

André Dietz am Boden zerstört

Die Eltern konnten die Nachricht von Maris schwerem Schicksal kaum verarbeiten: "Es hat uns erst einmal extrem fertig gemacht. Dann kam die Trauer darüber, dass Mari nie die Dinge erleben würde, die ihre Geschwister erleben werden. Am Ende haben wir jedoch festgestellt, dass sie mit ihrer Sicht auf die Welt immer glücklich sein wird. Das hat uns schnell wieder in ein gesundes Gleichgewicht gebracht", berichtet André auf seinem Blog. Gemeinsam mit seiner Frau hat der "Alles was zählt"-Darsteller schon drei Kinder, das vierte ist unterwegs.

Ein halbes Jahr nach der Diagnose, dann die nächste Schreckensnachricht. Durch das seltene Syndrom entwickelte die kleine Mari eine Epilepsie. Durch die Seltenheit des Angelman-Syndrom wird die Krankheit und ihre Folgen kaum erforscht, eine wahre Ärzte-Oddyssee begann, doch keiner konnte helfen. Täglich bangte das Paar um das Leben der geliebten Tochter. Durch "eigene kleine Studien mit Medikamenten", haben sie die Epilepsie in den Griff bekommen. Seit einem Jahr ist Mari glücklicherweise anfallfrei.

Mari wird gefördert, wo es nur geht. "Mari bringen wir einmal in der Woche zur Physiotherapie, eine Heilpädagogin kommt zu uns nach Hause und jeweils einmal in der Woche bekommt sie im Kindergarten Sprach- und Ergotherapie." Vor allem die Reittherapie scheint der Kleinen ja besonders Spaß zu machen! Und sie macht Fortschritte: "Sie überrascht uns jede Woche mit neuen Dingen, die wir so schnell oder gar nicht erwartet hätten", schreibt Papa André begeistert.

Zusammenhalt ist das Wichtigste!

Dietz schreibt auf seinem Blog, wie sie durch Maris Beeinträchtigung gelernt haben, die Welt durch Kinderaugen zu sehen. "Wir freuen uns über die Dinge die sie kann und konzentrieren uns nicht auf die Dinge, die sie nicht kann." Was aber besonders wichtig ist, ist füreinander da zu sein. Die Familie gibt sich gegenseitig viel Kraft: "Wir sind ein verdammt gutes Team und jeder von uns ist in der Lage, das Staffelholz zu übergeben. Oder anders gesagt: Falls der Eine mal nicht genug Kraft hat, übernimmt der in diesem Moment Stärkere."