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Fasching, Fastnet, Karneval - welcher Begriff stammt woher und was wir sonst noch über diese verrückte Zeit wissen müssen

Autor: FREITEIT REVUE Redaktion

Die fünfte Jahreszeit ist in vollem Gange - überall kann man bunte Umzüge, gefährliche Verkleidungen und heiteres Treiben beobachten. Deshalb haben wir zur Auffrischung die wichtigsten Fakten für Sie zusammengestellt.

Zuerst einmal haben wir uns gefragt, wo nun nochmal welcher Begriff für das abenteuerliche Geschehen verwendet wird. Folgendes haben wir herausgefunden:

  • Fasnacht ist die am weitesten verbreitete Bezeichnung. Genutzt wird sie in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Saarland, Franken und Oberbayern.
  • Fastnet ist nur spezifisch für Bayern und Sachsen.
  • Und Karneval ist noch ein bisschen individueller: Dieser Ausdruck wird im Raum Köln, Bonn, Aachen und Düsseldorf verwendet.


Foto: ddp

Außerdem haben wir die spannendsten Einzelheiten der Faschingszeit zusammgetragen und eine Übersicht für Sie erstellt:

  • Alaaf: Dieser Begriff kommt aus Köln und bedeutet "Köln über alles". Trotzdem verwendet wird er auch in Bonn und Aachen.
  • Helau hingegen ist der Gruß in Düsseldorf, Mainz und Koblenz. Nicht verwechseln sollte man die beiden, denn sonst wird man möglicherweise Opfer fiesen Spottes.
  • Die Zahl 11 (Karneval beginnt am 11.11. um 11:11 Uhr) ist eine Schnapszahl. In der christlichen Zahlenmystik steht diese für Maßlosigkeit, das Brechen der 10 Gebote und für Sünde im Allgemeinen.
  • Die Weiberfastnacht ("Schmutziger Donnerstag") leitet die Hochphase des Karneval ein. An diesem Tag übernehmen die Frauen traditionell die "Macht" und stürmen je nach Gegend das örtliche Rathaus oder sie schneiden den Männern die Krawatten ab, um ihre Dominanz zu symbolisieren.
  • Der Rosenmontag gilt als der Höhepunkt dieser besonderen Zeit. In Faschingshochburgen finden hier die Rosenmontagsumzüge statt, für die manche Unternehmen ihren Angestellten sogar einen Tag freigeben. 
  • Karneval: Früher war vorgesehen, dass man es nochmal richtig knallen lässt, bevor die lange Zeit des Verzichts begann - so entwickelte sich die Karnevalszeit. Als Abschiednahme von der Zeit des Genusses stammt der Begriff vermutlich aus dem Lateinischen und bedeutete einst: "Carnevale" - "Fleischwegnahme".
  • Fastenzeit: Diese reicht über 40 Tage, wobei die Zahl 40 nur symbolisch, nicht aber mathematisch gemeint ist - es muss also nicht strenge 40 Tage gefastet werden, sondern jeweils von Aschermittwoch (dieses Jahr: 01.03.) bis Karfeitag (14.04.), bzw. Ostersonntag (16.04.).